Wie kommt bei dem Versuch das Gas in den Ballon?

OBERURSELER WOCHE, 26. Januar 2017 (Seite 7):

Oberursel (bnk). Experimente zum Ausprobieren, Mathetricks, Schreibwerkstatt oder Kunst zum Mitmachen – dies und viel mehr konnte am Samstag im Urselbach-Gymnasium bestaunt und ausprobiert werden. Fast 40 Familien nutzten den „Tag der offenen Tür“.

Zu den jungen Besuchern gehörte auch Ben aus Königstein, der zur Verstärkung seine kleine Schwester Mia mitgebracht hatte. Gespannt verfolgten die beiden die Versuche am Experimentiertisch. Etem und Mike aus der siebten Jahrgangsstufe hantierten mit Flasche, Brausetabletten und Luftballons, ein Wasserbassin stand bereit. Und los ging die Vorführung. Zunächst füllte Etem die Flasche mit Wasser, Mike gab eine Brausetablette hinein, und zum Schluss hieß es noch, die Flaschenöffnung mit dem Luftballon zu verschließen. Neugierig verfolgten Mia und Ben das Geschehen. „Das ist eine der einfachsten chemischen Reaktionen“, erläuterte Chemielehrerin Anne Runzheimer. „Es entsteht ein neuer Stoff, das Gas Kohlenstoffdioxyd“. Und siehe da, der Luftballon blähte sich langsam durch das entstandene Gas auf. Zum ersten Mal hatte Etem diesen Versuch zusammen mit Mike vorgeführt. „Ich hatte in der sechsten Klasse die Naturwissenschaften gewählt, denn ich mag es zu experimentieren“, betonte er.

Wie entstehen die vielen bunten Farben? Dies konnte im Kunstraum bewundert werden; denn aus nur drei Farben, den Grundfarben Gelb, Blau und Rot kann man alle Farbtöne mischen. Nils und Mike aus der sechsten Jahrgangstufe präsentierten für die Gastschüler den Farbkreis nach Johann Itten und übten sich im Cocktailmixen. „Das schmeckt sogar richtig lecker“, so Mike. Zusammen mit Semihan mischte er die Cocktails zusammen. „Wir nehmen dazu Orangennektar für Gelb, Granatapfelsirup für Rot mit Wasser und ein blaues Energy-Getränk“.

Derzeit besuchen 75 Schüler in den Jahrgangsstufen fünf bis acht des Gymnasiums, die Klassenstärke beträgt etwa 20 Kinder. Individuelle Probetage zum Kennenlernen für Viertklässler sind möglich. „Das ist eine gute Gelegenheit, unser Gymnasium und die Lehrer kennenzulernen“, findet Schulleiterin Anika Uhden. Auf diese Weise könne man sehr gut auf individuellen Stärken und Schwächen eingehen und heraus nden, wie alles am bes- ten zusammen passt, so Uhden weiter. Für diese „Schnuppertage“ können sich die Eltern direkt an die Schulleiterin wenden unter Telefon 06171-8875922 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Anmeldungen sind ab 1. Februar möglich. 

Urselbach Gymnasium Presse Tag der offenen Tür 2017

Urselbach-Gymnasiasten laufen erstmals gegen Hunger

OBERURSELER WOCHE, 23. Juni 2016 (Seite 9):

Oberursel (kr). Das private Urselbach-Gymnasium ist noch recht jung. Deshalb gibt es bisher erst die Klassenstufen fünf bis sieben mit einer Klassenstärke von maximal 20 Kindern. Doch diese knapp 60 Schüler haben bei ihrem „Lauf gegen den Hunger“ viel bewegt. Sie hatten sich während des Unterrichts sowie in der Freizeit gut vorbereitet. Ein Referent der international tätigen humanitären Organisation „Aktion gegen den Hunger“ berichtete ausführlich über die Ursachen des Welthungers und der Mangelernährung sowie über die Arbeit der Organisation im Kampf um den sicheren Zugang zu Trinkwasser, um die Schaffung von nachhaltig wirkenden Ernährungsgrundlagen oder die spontane Hilfe innerhalb von Projekten. In diesem Jahr stand das Land Haiti im Fokus der Hilfsorganisation. Und so werden auch die rund um das Urselbach-Gymnasium erlaufenen Spendengelder für Projekte in diesem Land verwendet.

5890,95 Euro aus 358,25 Kilometern

Nachdem die Kinder und Jugendlichen über das Prinzip eines Spendenlaufs Bescheid wussten, suchten sie sich in ihrem direkten Umfeld Sponsoren. Eltern, Nachbarn, Bekannte aber auch kleinere Firmen konnten dafür gewonnen werden, einen mit dem jeweiligen Kind vorher vereinbarten Laufrundenbetrag an die Hilfsorganisation zu spenden. Einige Kinder hatten bis zu 25 Sponsoren geworben, andere hatten einen ansehnlichen Betrag pro erlaufener Runde vereinbart. Außerdem wurde im Sportunterricht seit einigen Wochen Dauerlauf trainiert, berichtete Sportlehrer Marc Nichols. So wurden nach dem Lauf auch die besten sportlichen Leistungen mit Ehrungen und Geschenken bedacht. Die Schüler hatten eine Stunde Zeit, so viele Runden wie möglich um ihr Schulgebäude zu laufen. Je Runde legten sie dabei eine Strecke von 250 Metern zurück. Im Schulhof gab es laute Musik, die Schüler wurden wie Marathonläufer an der Strecke mit Wasser und Bananen verpflegt und Mitschüler kreuzten am Kontrollpunkt Runde um Runde auf den Startnummern an den Laufshirts ihrer Mitschüler ab. „Los, die 20 schaffst du!“ oder „Halt durch!“, wurde ihnen hinterhergerufen. Es war eine gut vorbereitete Aktion, die von allen Beteiligten hoch motiviert durchgeführt wurde. Am Ende hatten die Schüler gemeinsam auf insgesamt 358,25 Kilometern eine Spendensumme in Höhe von 5890,95 Euro erlaufen.

„Dieses Projekt werden wir wiederholen“, sagte die pädagogische Leiterin der Schule Anne Runzheimer. Über diese lehrreiche Aktion werde auch die Gemeinschaft an der Schule gestärkt, ist sie überzeugt. Die Organisation „Aktion gegen den Hunger“ hat außer mit Hilfe der Vorträge und Filme im Unterricht auch den konkreten Sponsorenlauf mit Materialien, wie Laufshirts, Startnummern und dem Teilnehmerpass, der sogar vorgefertigte Spendenquittungen enthielt, professio- nell unterstützt.

Im Jahr 2015 haben weltweit 1300 Schulen mit mehr als 330 000 Schülern am „Lauf gegen den Hunger“ teilgenommen. Allein in Deutschland wird 2016 eine Teilnehmerzahl von 16 000 Schülern erwartet.

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