18 Sextaner feierlich eingeschult am Urselbach-Gymnasium

OBERURSELER WOCHE, 11. September 2014 (Seite 4)

Oberursel (ach). „Nicht nur die Kinder sind aufgeregt, auch wir sind es“, gestand Hidayel Akyer, Geschäftsführer des Schulträgers, der Gesellschaft für freie Schulen und Bildung Rhein-Main, als er die 18 Schüler des zweiten Jahrgangs mit deren Eltern im jungen Urselbach-Gymnasium willkommen hieß. Ferdiye Kutluata, die die Klassenleitung übernimmt, gestand: „Ich fühle mich gerade, als würde ich selbst eingeschult.“

Die Schülerzahl an der Privatschule hat sich am Dienstag praktisch verdreifacht. Denn zwei Schüler werden noch für die neue Klasse im fünften Jahrgang erwartet. Somit kommen 20 neue Kameraden zu den jetzigen Sechstklässlern hinzu, die seit einem Jahr „Pionierarbeit“ leisten. Sie hatten zur Begrüßung der „Kleinen“ zusammen mit Musiklehrer Tobias Hahn eine selbstgeschriebene musikalische Geschichte von der Reise der beiden Freunde „Kakti“, dem Kaktus, und „Löwi“, dem Löwen, vorbereitet. Neben Pop und Rap kamen darin natürlich der „Kleine grüne Kaktus“ und englischsprachige Traditionals wie der „Drunken Sailor“ vor.

Nachdem die Sextaner in ihrer teilweise noch etwas ungewohnten Schuluniform feierlich in die Aula eingezogen waren, versicherte ihnen Schulleiterin Anika Uhden, sie könnten stolz auf diesen besonderen Tag sein, der den Beginn eines neuen Abschnitts darstelle. Mit ihrer Schule werden sie erwachsen, lernen die Welt zu verstehen und erhalten alle Voraussetzungen, um ihre Möglichkeiten zu nutzen. Dass die Schüler daran mitarbeiten müssen, verschwieg Uhden nicht. „Als erstes erwarten wir Höflichkeit“, sagte sie, „als zweites, dass ihr lernen wollt, und als drittes, dass ihr euren Eltern und uns Freude bereitet“. Das sei nicht schwer, wenn die Punkte eins und zwei erfüllt werden. Und wenn es Probleme gibt, welcher Art auch immer, versprach die Schulleiterin ihren neuen Schützlingen Hilfe.

Im Namen der Eltern wandte sich Susanne Betzel an die Neuen und deren Eltern. Als sie ihre Tochter Jessica, die seit einem Jahr das Urselbach-Gymnasium besucht, in der letzten Ferienwoche fragte, ob sie sich auf die Schule freue, „da hab ich eigentlich ein pubertäres Nein erwartet“, so die Mutter. Doch das Kind habe sich tatsächlich gefreut. Jessica tue die Schule gut – „sie ist viel selbstständiger geworden“ – und sie fühle sich dort wohl. Den „neuen Eltern“ versicherte sie, zusammen mit ihren Kindern stehe ihnen „ein spannendes Jahr mit viel Freude“ bevor. Betzel appellierte an die Erwachsenen, sich in die Schule einzubringen.

Von den fünf Mädchen und 13 Jungs des neuen Jahrgangs kommen zehn aus Oberursel, die anderen verteilen sich auf Offenbach, Usingen, Neu-Anspach, Frankfurt und Mörfelden-Walldorf. Jeder Schüler erhielt von der Schulleiterin und von der Klassenleiterin jeweils ein Blümchen und eine kleine Schultüte zur Begrüßung.